Alicante DOP Calatayud DOP Campo de Borja DOP Cariñena DOP Castilla IGP
Albillo Andere Bobal Brancellao Cabernet Franc
Acústic Celler Adianto Agronavarra Álvaro Palacios Añadas
halbtrocken lieblich sehr süß süß trocken
Crianza Gran Reserva Reserva Reserva Especial Roble
Abend mit Freunden Aperitif Digestif etwas Besonderes feines Dinner
Fisch Geflügel Käse Lamm Meeresfrüchte
1973 1984 1995 2006 2007
biodynamisch Demeter ja
11,5 % Vol. 12 % Vol. 12,5 % Vol. 13 % Vol. 13,5 % Vol.
Deutschland Spanien
Animalisch Beerig Blumig Erdig-mineralisch Fruchtig
Berliner Wein Trophy Berliner Weinführer Decanter Falstaff Gilbert & Gaillard
Drehverschluss Granulat-Kork Kork Kunststoffkorken Naturkorken
0,375 L 0,5 L 0,7 L 0,75 L 1,5 L
Cava Frizzante Likörwein Roséwein Rotwein

Garnacha

  • Passt gut zu
    Rind
    Lamm
    Wildgeflügel
  • Synonyme
    Aragonés
    Gironet
    Garnatxa Negra
    Garnacha Peluda
    Garnacha Negra
    Vernatxa
  • Aromen
    Schwarzkirsche Schwarzkirsche
    Erdbeere Erdbeere
    rote Johannisbeere rote Johannisbeere

Die Garnacha, auch Garnatxa genannt, ist eine rote Rebsorte, die weltweit erfolgreich ist. Sie sorgt für helle, aber kraftvolle Weine mit fruchtigem und saftigem Charakter. Sie ist reinsortig genauso beliebt wie in Cuvées.

Rebsorte mit nicht vollständig geklärter Herkunft

Bis heute ist nicht bewiesen, ob die Garnacha eine ursprünglich spanische Rebsorte ist oder aus Sardinien stammt, das lange zum spanischen Herrschaftsgebiet gehörte. In Aragón wie auch auf Sardinien wurde die Sorte im 16. Jahrhundert als Garnatcha bzw. als Canonat mehr oder weniger zeitgleich erwähnt. Auf Sardinien heißt die Sorte bis heute Cannonau und ist die wichtigste der roten Sorten der Mittelmeerinsel. In Frankreich wie auch im Rest der Welt wird die Garnacha als Grenache bezeichnet. Es gibt die Sorte in unterschiedlichen Mutationen. Die bekannteste ist die Garnacha tinta bzw. Grenache noir. Es gibt allerdings auch eine kleinbeerige rote Variante, die Garnacha Peluda bzw. Lladoner Pelut sowie die graue Variante Garnacha Roja/Grenache gris und die weiße Garnacha Blanca/Grenache blanc. 

Reinsortig und Teil verschiedener Cuvées

Vor allem in den Regionen rund um Madrid und Méntrida entstehen heute wieder große Weine aus der Garnacha. Die Sorte, die als rote Sorte am dritthäufigsten in Spanien angebaut wird, kommt auch im Norden und Nordosten Spaniens vor. Sie gehört zu den klassischen Sorten der Rioja, wo sie vor allem in der Rioja Baja angebaut wird und dort manchmal reinsortig, meist aber in Cuvées mit Mazuelo und Tempranillo Verwendung findet. Auch international ist die Sorte sehr erfolgreich. Sie bereichert viele Weine des französischen Südens, nicht zuletzt die Weine von Châteauneuf-du-Pape. Außerdem findet man sie in den wärmeren Anbaugebieten in Südafrika, Kalifornien und Australien. Dort ist es üblich, sie zusammen mit Syrah und Monastrell als sogenannte GSM-Cuvées auszubauen. Insgesamt werden weltweit rund 160.000 Hektar angebaut, und in Spanien sind es allein ca. 70.000 Hektar. 

Hell aber kräftig

Die Garnacha ist eine Rebsorte mit wenig Farbstoff in den Traubenhäuten. Wie bei anderen solchen Sorten – man denke nur an Pinot noir oder Nebbiolo – lässt jedoch die Farbe nicht auf die Intensität des Weins schließen. In manchen Jahren sind reinsortige Garnachas aus Madrid so blass wie ein Rosé und doch voller Kraft, Frucht und Saftigkeit. Die Rebsorte neigt zu üppigem Wuchs und hohen Alkoholgehalten, weshalb die Winzer sie früh zurückschneiden und auch früh lesen. Wenn man die Garnacha kennt und ihre Eigenschaften nutzt, können aus ihr denkwürdige und große Weine entstehen. 

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