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Merlot

  • Passt gut zu
    Wildgeflügel
    Nudelgerichte
    Geflügel
  • Aromen
    schwarze Johannisbeere (Cassis) schwarze Johannisbeere (Cassis)
    Schwarzkirsche Schwarzkirsche
    Blaubeere (Heidelbeere) Blaubeere (Heidelbeere)

Der fruchtbetonte, fleischige Merlot gehört heute zu den erfolgreichsten roten Rebsorten weltweit. Lange Zeit vor allem Partner bei Bordeaux-Cuvées, hat der Merlot immer mehr Verbreitung gefunden und ist schließlich auch nach Spanien gelangt. Dort wird er zunehmend beliebter.

Verwandt mit Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon

Der Merlot oder Merlau, wie er ursprünglich genannt wurde, wird zum ersten Mal gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Bordeaux erwähnt. Da es für die Rebsorte kaum Synonyme gibt, kann man davon ausgehen, dass sie noch nicht sonderlich alt ist. Nach DNA-Analysen weiß man inzwischen, dass die Rebsorte das Kind des Cabernet Franc und einer heute kaum noch vorkommenden Sorte namens Magdeleine Noire des Charentes ist. Da auch der Cabernet Sauvignon vom Cabernet Franc abstammt, sind die drei wichtigsten Rebsorten in Bordeaux eng miteinander verwandt. Im Bordelais ist der Merlot dann mit seinem dunkelfruchtigen Aroma und dem seidigen Tannin schnell zum idealen Cuvée-Partner des sehr viel tanninreicheren und herberen Cabernet aufgestiegen. Doch nicht nur dort, sondern auch im wärmeren Süden ist der Merlot mittlerweile äußerst beliebt. Mit 115.000 Hektar ist er die am meisten angebaute Rebsorte Frankreichs und belegt so viel Fläche wie der gesamte deutsche Weinbau zusammen. Außer in Frankreich wurde der Merlot auch in Italien sehr beliebt, wo es ihn vor allem in drei Regionen gibt. Im Trentino entstehen kühle, herzhafte Varianten. Im toskanischen Bolgheri werden große und mächtige Merlots vinifiziert und auf Sizilien seidig weiche und dunkelfruchtige Varianten. In Spanien wird der Merlot mittlerweile auf rund 15.000 Hektar angebaut, und das mit steigender Tendenz. Die meisten Flächen gibt es in Catalunya, Navarra, Aragón und Castilla-La Mancha. 

Benannt nach der Amsel, die die Trauben sehr liebt

Merlot ist eine früh austreibende Sorte, die eher reift als Cabernet Sauvignon. Sie liebt kalkreiche Standorte und liefert Weine mit seidigem Tannin und viel Frucht. Diese Frucht mag auch die Amsel, die im Okzitanischen Merlau heißt und der Sorte ihren Namen gegeben hat. Merlot duftet nach Kirschen, Pflaumen und manchmal nach schwarzen Johannisbeeren, auch nach Efeu und dunkler Erde. In Spanien ist Merlot oft ein Cuvée-Partner von Cabernet und Tempranillo. Ihre schönste Ausprägung hat diese Kombination im weltberühmten Vega Sicilia Único der Bodega Vega Sicilia am Duero gefunden. In den letzten Jahren ist der Merlot auch als Rebsorte für Roséweine immer beliebter geworden.

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