Kanarische Inseln Lanzarote DOP Mallorca - Vi de la terra Mallorca Rioja DOCa Vino de España
Albillo Andere Chardonnay Forastera Garnacha
4Kilos Artevino - Izadi Bilbaínas Contador El Grifo
halbtrocken lieblich trocken
Gran Reserva Reserva
Aperitif feines Dinner Frühlingsweine für Einsteiger Geschenkweine
Fisch Geflügel Käse Meeresfrüchte Reisgerichte
2019 2018 2017 2013 2012
12 % Vol. 12,5 % Vol. 13 % Vol. 13,5 % Vol. 14 % Vol.
Beerig Blumig Erdig-mineralisch Fruchtig Geröstet
Guía Peñín Robert Parker
4 Sterne und besser
Drehverschluss Kunststoffkorken Naturkorken

Malvasía

  • Passt gut zu
    Fisch
    Süßspeise
  • Synonyme
    Tobia
    Rojal
    Suavidad
    Blanquirroja
    Subirat Parent
    Malvasia Riojana
    Cagazal
  • Aromen
    Honig Honig
    Muskatnuss Muskatnuss
    Aprikose Aprikose

Der Name Malvasía steht nicht etwa für eine Rebsorte, noch nicht einmal für eine Familie, sondern eher für einen Weintyp. Es gibt Malvasia in weißbeerigen, hellgrünen, roséfarbenen, roten und fast schwarzen Varianten. Was ihnen gemeinsam ist ihr würziger, blumiger und an Muskat erinnernder Ton und die südliche Wärme, die in ihnen steckt.

Vom griechischen Hafen Monemvasia in die Welt

Es ist wahrscheinlich, dass der Name Malvasia – in Deutschland auch Malvasier und im Englischen Malmsey genannt – vom griechischen Hafen Monemvasia auf dem Peloponnes stammt. Er war schon im frühen Mittelalter Umschlagplatz für Wein aus den unterschiedlichsten Gebieten, die über das Mittelmeer in andere europäische Länder verschifft wurde. Die Weine wurde damals gerne kräftig, würzig und süß getrunken, und so haben sich unter dem Dach des Malvasia viele Rebsorten zusammengefunden, die diesen Weinstil hervorbringen können. Es gibt rund 25 verschiedene Sorten und 100 Untersorten, die den Namen Malvasia tragen. 

In Spanien gehören zu den bekanntesten die Malvasía de Lanzarote, die Malvasía de Tenerife oder auch Malvasía Volcánica der Kanarischen Inseln sowie die Malvasía de Banyalbulfar oder Malvasía de la Palma, die auf den Balearen zu finden sind. All diese Sorten basieren auf der Malvasía delle Lipari, die ihren Namen von der Äolischen Insel vor Sizilien erhalten hat. In der Rioja findet man die Malvasía de Rioja, die auch Sibirat Parent, Rojal, Blanca Roja oder Blanquirroja genannt wird. Diese Sorte gehört jedoch nicht zu den aus Griechenland stammenden Malvasía-Arten. Sie ist vielmehr ein Synonym für die Alarije, einer sehr alten Rebsorte aus der Extremadura.  

Kraftvoll, golden und extraktreich

Der Malvasía der Kanaren war schon im 15. und 16. Jahrhundert ein berühmter Wein. Damals wurden Mengen an aufgespriteten Süßweinen aus Madeira, aus Porto aber auch aus Lanzarote und Teneriffa nach England exportiert. Der süße, würzige Wein wurde als Canary Sack bezeichnet. Die Bezeichnung Sack stammt von spanischen Saca, was so viel wie Abfüllung bedeutet. Später hat sich daraus der Name Sherry entwickelt und auch der deutsche Begriff Sekt. Heute gibt es eine Renaissance unter den Malvasía-Erzeugern der Kanarischen Inseln, so dass man vor allem auf Lanzarote wieder goldgelbe, würzige Süßweine findet, die an Muskat, Akazienhonig und frisches, reifes wie auch getrocknetes Steinobst erinnern. Auf Mallorca wird die Sorte heute eher trocken ausgebaut. Das Gleiche gilt für die als Malvasía bezeichneten weißen Varianten in Navarra und Rioja. Sie sind normalerweise Junior-Partner der dortigen Cuvées.  

Alle Malvasía-Weine

Filter