Binissalem - Mallorca DOP Cádiz IGP Campo de Borja DOP Cariñena DOP Castilla IGP
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halbtrocken lieblich süß trocken
Crianza Gran Reserva Reserva Reserva Especial Roble
Abend mit Freunden Aperitif Digestif etwas Besonderes feines Dinner
Fisch Geflügel Käse Lamm Meeresfrüchte
1970 1986 1990 1995 1997
10,5 % Vol. 11 % Vol. 11,5 % Vol. 12 % Vol. 12,5 % Vol.
Animalisch Beerig Blumig Erdig-mineralisch Fruchtig
Berliner Wein Trophy Berliner Weinführer Concours Mondial Bruxelles Decanter Falstaff
Drehverschluss Granulat-Kork Kork Kunststoffkorken Naturkorken

Tempranillo

  • Passt gut zu
    Lamm
    Tapas & Antipasti
    Nudelgerichte
  • Synonyme
    Valdepenas
    Cencibel
    Tinto Fino
    Tinta de Toro
    Ull de Llebre
    Tinta del País
    Negral
  • Aromen
    Schwarzkirsche Schwarzkirsche
    Brombeere Brombeere
    Veilchen Veilchen

Spaniens rote Paraderebsorte Tempranillo ist unbestritten die Nummer eins im Land. Aus ihr entstehen auf über 200.000 Hektar sowohl Alltagsweine als auch denkwürdige große Weine, vor allem in der Rioja, der Ribera del Duero und im Weinbaugebiet Toro.

Viele Namen, eine Sorte

Wann genau der Tempranillo auf der iberischen Halbinsel entstanden ist, kann heute nicht gesagt werden. Dass er dort schon lange existiert und weit verbreitet ist, davon zeugen über achtzig Synonyme in den verschiedenen Landesteilen. Die bekanntesten dürfen sein Cencibel und Tinto del País in Castilla-La Mancha, Tinto Fino in Ribera del Duero, Tinta de Toro in Toro, Aragonez und Tinta Roriz in Portugal sowie Ull de Llebre in Catalunya. Unter ihrem am weitesten verbreiteten Namen Tempranillo, der Frühe, wird die Rebsorte erstmals in der Rioja im Jahr 1807 erwähnt. Es ist jedoch durchaus möglich, dass sie zu den Las Tempraniellas zählte, die im 13. Jahrhundert in der Ribera del Duero in einer Schrift auftauchte bzw. als Aragonés im 16. Jahrhundert Bekanntheit erlangte.  

Beliebt wie keine andere

Bereits seit dem im 19. Jahrhundert erfolgten Aufstieg der Rioja zu Spaniens national wie international bedeutendstem Weinbaugebiet ist der Tempranillo beliebt wie keine andere Sorte. Diese Popularität hält unvermindert an, und das in Spanien wie in Portugal und auch in anderen Ländern. Tempranillo liegt mit rund 230.000 Hektar an vierter Stelle der weltweit am häufigsten angebauten Rebsorten. Grund dafür dürfte die einzigartige Kombination aus Fruchtigkeit, milder Säure, runden Tanninen und moderatem Alkoholgehalt sein, aus der man junge und frische Weine entstehen lassen kann und ebenso reife, im Barrique gelagerte komplexe Weine. Der Tempranillo, der zu den Cépages nobles, den edlen Sorten der Weinwelt, gezählt wird, ist Grundlage für reinsortige Weine wie auch für Cuvées. Die farbkräftige Sorte duftet nach Himbeeren und Erdbeeren, Pflaumen, Waldbeeren und Kirschen, Leder, Schokolade, Tabak und Gewürzen, hat aber auch Noten, die an Fleisch und Teer erinnern können. Gerade in Verbindung mit dem Ausbau in französischem oder amerikanischem Holz besitzt sie ein hohes Reifepotenzial. 

Tempranillo prägt Rioja, Toro und Ribera del Duero

Außer in Asturien und Galicien findet man Tempranillo in so gut wie allen Landesteilen Spaniens. Populär wurde die Sorte mit dem Aufstieg der Rioja zu Spaniens führender Appellation. In der Rioja wurde und wird Tempranillo meist mit Garnacha, Mazuelo oder auch mit Macabeo verschnitten. Klassischerweise wurden die Weine über lange Zeit hinweg in großen und kleinen Holzgebinden aus amerikanischer Eiche gelagert und wurden erst dann auf den Markt gebracht, wenn sie trinkreif waren. Bei klassischen Erzeugern wie López de Heredia mit seinen berühmten Weinen vom Weinberg Viña Tondonia sowie bei La Rioja Alta ist das bis heute der Fall. Ähnlich verhält es sich mit den Klassikern der Ribera del Duero, der Vega Sicilia und von Alejandro Fernández mit seinem Pesquera. Seit den 1980ern wurden zunächst in der Ribera del Duero, dann aber auch in der Rioja und schließlich im wahrscheinlichen Ursprungsgebiet des Tempranillo, der Region Toro, Tempranillos populär, die sich stilistisch am modernen Bordeaux-Wein orientierten. Spät gelesen und stark extrahiert, werden sie in französischen Barriques zu fruchtbetonten und tanninstarken Weinen ausgebaut.

Alle Tempranillo-Weine

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