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Rueda DOP

  • Rebfläche
    12.826 ha
  • Weinmacher
    62
  • Jahresproduktion
    552.000 hl

Rueda ist als Weinbauregion eine Ausnahme von der Regel. In der kastilischen Hochebene zwischen Toro und Ribera del Duero gelegen, würde man auch hier kraftvolle Rotweine erwarten. Stattdessen feiert Rueda große Erfolge mit frischem Weißwein, gekeltert aus der einheimischen Rebsorte Verdejo.

Die alten Zeiten in Rueda

Über Jahrhunderte galt Rueda als arme Region. Die flache Hochebene südlich des Flusses Duero ist für ihre kurzen heißen Sommer und ihre langen kalten Winter bekannt. Die Reconquista befreite die Region zwar von den Mauren, in den Kriegswirren wurden aber weite Landstriche verwüstet. Erst König Alfonso VI. initiierte im 11. Jahrhundert eine Rückkehr der Landbevölkerung, und in den darauffolgenden Jahrhunderten etablierte sich der Weinbau mehr und mehr. Vor allem die Kirche war eine große Abnehmerin der Weine aus Rueda. Jene ähnelten jedoch kaum den heutigen Produkten, sondern waren in erster Linie oxidativ ausgebaute Weißweine im Sherry-Stil.

Während der Reblausplage im 19. Jahrhundert widerstanden etliche Pflanzungen dem Schädling, da die Reblaus in kiesig-sandigen Böden nicht leben kann. Andere Weinberge auf eher lehmigem Terrain waren jedoch betroffen. Die anschließenden Neuanpflanzungen setzten auf Massenproduktion aus der leicht anzubauenden Rebsorte Palomino. Der Markt für billige, entfernt an Sherry erinnernde Weine war in der Zwischenzeit jedoch äußerst überschaubar geworden. Der Region Rueda drohte eine größere ökonomische Krise. In dieser Zeit war es fast ein Geschenk des Himmels, dass die Kellerei Marqués de Riscal, bekannt für Ihre Rioja-Rotweine, ausgerechnet hier Land für die Erzeugung einer Weißweinlinie erwarb. Bereits zu Beginn der 1970er Jahre wurde auf frische und saubere Weißweine aus der Verdejo-Traube gesetzt. Andere folgten, und die oxidativen Pseudo-Sherrys verschwanden vom Markt.

Jung und frisch kommt an

Der eigentliche Boom der frischen Verdejos begann in den 1990ern und hält bis heute an. Im Unterschied zu vielen anderen Weinregionen verdreifachte sich die Rebfläche in Rueda in nur zehn Jahren zwischen 1996 und 2006 und hat sich seitdem schon wieder verdoppelt. Die Rebsorte Verdejo, der dieser Boom zu verdanken ist, musste dafür keineswegs neu erfunden werden, wohl aber der Umgang mit ihr. Ihre Neigung zur Oxidation, die zur Zeit der Sherry-Stile eher positiv gesehen wurde, schien sie zunächst nicht zu befähigen, fruchtbetonte Weine zu produzieren. Indem aber der Sauerstoffkontakt so gering wie möglich gehalten wurde und die Weine im Stahltank ausgebaut wurden, blieben Frucht und Frische erhalten.

Nicht nachteilig ist auch das Geschmacksprofil dieser Rebsorte, das an Sauvignon Blanc erinnert. Während Verdejo mittlerweile 87 % der Rebfläche der DOP Rueda einnimmt, ist der Anteil von Palomino auf 0,5 % gesunken. Dafür entstehen sehr gelungene Cuvées aus Verdejo und der Rioja-Rebsorte Viura (Macabeo), die meist im Holz ausgebaut werden und ein wenig an weiße Crus aus Bordeaux erinnern. Rotweine dürfen seit dem Jahr 2001 zwar auch unter dem Namen Rueda erzeugt werden, aber die meisten Rotwein-Produzenten bevorzugen für ihre Produkte die IGP Castilla y León.

Weingüter wie José Pariente zeigen heute das wahre Potenzial der Verdejo-Rebe auf. Victoria Pariente hat mit ihren ausgesprochen komplexen Weißweinen mittlerweile auch international Beachtung gefunden. Marqués de Riscal als eigentlicher Auslöser der kleinen Weinbaurevolution bleibt aber nach wie vor der bekannteste Erzeuger.

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