Sauvignon Blanc Tempranillo Verdejo
Félix Solís García Carrión Vietor y Leon
Crianza Gran Reserva Reserva
feines Dinner für Einsteiger Sonnenschein täglicher Genuss
Geflügel Käse Pizza & Tartes Rind Tapas & Antipasti
2019 2018 2016 2014 2012
12,5 % Vol. 13 % Vol.
Beerig Fruchtig Geröstet Rauchig Würzig
Berliner Wein Trophy Mundus Vini
1151 g 1191 g 1200 g 1206 g 1241 g
Drehverschluss Naturkorken
Rotwein Weißwein

Valdepeñas DOP

  • Rebfläche
    22.003 ha
  • Weinmacher
    40
  • Jahresproduktion
    662.766 hl

Valdepeñas liegt im Süden Kastiliens, auf drei Seiten umschlossen von der weitaus größeren DOP La Mancha. Im extremen Hochlandklima gedeiht die anspruchslose weiße Rebsorte Airén besonders gut. Einen Namen hat sich Valdepeñas aber seit Mitte der 1990er Jahre vor allem mit preisgünstigem Rotwein aus Tempranillo gemacht, ausgebaut als Crianza oder Reserva.

Valdepeñas, das Tal der Felsen

Wein wurde im Bereich der heutigen DOP schon seit etwa drei Jahrtausenden angebaut. Auf die Iberer folgten die Römer, und zur Zeit der Mauren erhielt die Region eine Ausnahmegenehmigung des Kalifats von Toledo, welche die Weinproduktion erlaubte. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden bereits 3,2 Millionen Liter Wein jährlich produziert. Der Ausbau geschah teilweise in tönernen Behältnissen, die ähnlich den georgischen Amphoren in die Erde eingelassen wurden. Seit dem Jahr 1895 versorgte der Tren del Vino über die neu gebaute Bahnstrecke die Hauptstadt Madrid mit Wein.

Die Reblausplage setzte mit dem Jahr 1911 vergleichsweise spät ein. Um ihre Weinberge zu retten, mussten viele Produzenten nicht nur auf amerikanische Unterlagsreben setzen, sondern sie arbeiteten auch zunehmend zusammen. Schließlich hing das Wohl der gesamten Region am Weinbau. Aus dieser Erfahrung heraus entwickelten sich in Valdepeñas relativ früh genossenschaftliche Strukturen und größere Konglomerate. Auch die Gründung der DO fand bereits im Jahr 1932 statt, also erheblich früher als in vielen anderen Weinbaugebieten.

Von Airén zu Tempranillo

Nach der Reblauskrise entschieden sich viele Weinbauern, auf die anspruchslose Rebsorte Airén zu setzen. Sie liefert in aller Regel zwar keine hochwertigen Weine, ist jedoch sehr hitze- und trockenheitsresistent und kann im Zweifelsfall immer an Brandy-Produzenten verkauft werden. In einer derart kontinentalen Region wie Valdepeñas mit ihren heißen, trockenen Sommern und den harschen Wintern war dies von entscheidender Bedeutung. Anfang der 1990er Jahre war Airén mit 90 % der Rebfläche immer noch die quantitativ überragende Rebsorte. Seitdem geht die Tendenz jedoch immer mehr in Richtung Rotwein.

Mitte der 1990er Jahre eroberte die Bodega Félix Solís (1952 vom gleichnamigen Unternehmer gegründet) mit gereiftem und mildwürzigem Tempranillo den deutschen Markt. Reservas oder gar Gran Reservas der Marke Viña Albali wurden zu Preisen angeboten, mit denen kaum ein anderer holzfassgereifter Rotwein mithalten konnte. Das Prinzip »gute Weine zu günstigen Preisen« bestimmt immer noch den wirtschaftlichen Erfolg der DOP Valdepeñas. Mittlerweile können die Verbraucher jedoch auf eine größere Zahl zuverlässiger Erzeuger zurückgreifen. Die Bodegas Corcovo, Navarro López und Casa de la Viña seien hier als Beispiele genannt.

Alle Valdepeñas DOP-Weine

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