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Das Geheimnis des Terroirs

„Nichts macht mit der Landschaft vertrauter, als der Genuß der Weine, die auf ihrer Erde gewachsen und von ihrer Sonne durchleuchtet sind.“ (Ernst Jünger, Schriftsteller und Philosoph, 1895-1998)

Veröffentlicht am 10. Juni 2020

Der Begriff Terroir kommt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt „Gegend“ oder „Boden“. In der Weinsprache meint dieser Begriff jedoch mehr als nur das: Es ist die Beschreibung einer homogenen geografischen Zone, die dem Wein seinen individuellen Geschmack und Charakter verleiht. Klima, Gelände und Boden sind grob die drei Komponenten, mit denen man ein bestimmtes Terroir beschreiben kann. Das Klima und die Bodenverhältnisse unterscheiden sich in den vielen Regionen Spaniens sehr, sodass die spanischen Weine eine großartige Vielfalt bieten. Unsere Weinfreunde stellen Ihnen hier ihre Region vor und erzählen, was diese so besonders macht.

Rioja: Der Wind macht den Unterschied

Hier macht der Atlantik seinen Einfluss geltend. Er sorgt für kühle Winde – und die wiederum für die berühmte Finesse. Das Weinbaugebiet, das sich rund 100 Kilometer am Ebro entlangzieht und rund 45 Kilometer in das hügelige Hinterland hineinreicht, unterteilt sich mit seinen rund 61.000 Hektar in drei Subregionen. die Rioja Alta, auf die Rioja Alavesar und auf die Rioja Baja. Die Böden am Ufer des Ebros und auf der weiten Hochebene bestehen überwiegend aus Kalk. Das Klima ist mild, die Weine sind unerreicht vielseitig. Judit von Bodegas Valdelana verrät uns folgendes zu ihrer Heimat: „Unsere Trauben lieben die Kalk- und Tonböden der Rioja Alavesa am Nordufer des Ebros. Das besondere Terroir verleiht den Weinen viel Frucht und eine schöne Würze.“ 

Judit von Bodegas Valdelana

Eduardo von Bodegas Cachazo

Rueda: Wo Blancos den Lehm lieben

Die Schwemmlandböden in der Rueda bestehen aus Lehm mit Sand und Kiesel. Zusammen mit dem kontinentalen Klima, das kalte Winter und kurze heiße Sommer bringt, sorgen sie für viel Frucht und milde Säure. Das Herz Kastiliens schlägt deshalb für erstklassige Blancos. Eduardo von Bodegas Cachazo erklärt uns, was für ihn das Besondere der Rueda ist: „Das Geheimnis unserer Böden sind die versteckt in ihm liegenden Kiesterrassen. Sie lockern den Lehm auf und sorgen für gute Durchlässigkeit und Belüftung.“

Ribera Del Duero: Heiß-kalte Flusslandschaften

Die Vielfalt der Böden entlang des Duero-Flusses ist groß, deshalb ist es umso wichtiger, sich das vorherrschende Klima genauer anzusehen: Sehr heiße Tage mit Temperaturen von über 40° C wechseln sich mit kühlen Nächten bei 15° C ab. Der extreme Unterschied sorgt für eine langsame Reife der Trauben – beste Voraussetzung für elegante Weine. Eine Rebsorte sticht ganz besonders hervor, erzählt uns Susana von Val Sotillo: „Tempranillo – bei uns „Tinta del País“ genannt – entwickelt in unserem besonderen Klima mit dem großen Temperaturgefälle seinen fruchtigen Geschmack am besten. Er ist der Star auf unseren Böden.“

Susana von Val Sotillo

Marcelo Morales von Hammeken Cellars

Priorat: Steile Lagen – Tanz auf dem Vulkangestein

Sonne satt im mediteranen Klima - und das auf kleinblättrigem schwarzen Schiefer vulkanischen Ursprungs, der den Weinen ihre berühmte Mineralität verleiht. Nicht ohne Grund kommen hier die besten und teuersten Weine Spaniens her. Marcelo Morales von Hammeken Cellars erzählt uns über seine Lieblingsregion Priorat: „Mehr und mehr von den Winzern im Priorat setzen auf nachhaltigen Weinbau, um den ursprünglichen Charakter der Region zu erhalten. Denn wir wissen, was wir am Priorat haben.“

Unser Fazit

Beim Begriff Terroir gehen die Meinungen oft auseinander: Manche sagen, dass es immer auf den Winzer und sein Können ankomme, manche sind der Meinung, dass der Begriff Terroir nur für Marketingzwecke wichtig sei. In einem sind wir uns jedoch alle einig: Es kommt auf den Genuss an!