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Weißwein besser aus Spanien

Es ist an der Zeit, spanischen Weißweinen die Beachtung zu schenken, die sie schon so lange verdienen. Auch ein Moment, überkommene Vorurteile abzulegen, um endlich die richtige Flasche Blanco zu öffnen. Eine Einladung, das weiße Spanien zu entdecken.

Veröffentlicht am 10. Mai 2022

Eigentlich ist es nicht verwunderlich, dass spanische Weißweine immer eine Empfehlung sind, wenn es um schöne Frucht und frischen, lebendigen Genuss im Glas geht. Zwar ist das Bild des Weinlands Spanien immer noch stark rot gefärbt, doch angesichts der Vielfalt an Rebsorten, Regionen und Stilen hellt sich dieses Bild mehr und mehr auf. Denn wer sonst als die sonnenverwöhnten Spanier wissen einen leichten, geradezu erfrischenden Wein besonders zu schätzen? Aber wie gelingen diese überraschend leichtfüßigen Weine mit dem angenehmen Aromenspiel in einem Land mit so hohen Temperaturen und vergleichsweise wenig Niederschlag?

Ein Grund für das spanische Weißweinwunder liefern die vielen heimischen Rebsorten, die mit den besonderen klimatischen Verhältnissen bestens zurechtkommen. Dabei ist es in den spanischen Anbaugebieten eben nicht nur heiß und trocken, wie vorschnell assoziiert wird. Im atlantisch geprägten Norden und Nordwesten sind ganz andere Qualitäten gefragt als im großen Hochplateau im Zentrum Spaniens, der Meseta.

Weinreben im atlantisch geprägten Norden Spaniens.

Autochthone Rebsorten mit viel Erfahrung

Im Norden ist es etwa der Albariño, der nicht nur wegen seiner frischen Säure und den animierenden Zitrus- und Steinobst-Aromen zu nennen ist. Die Beeren des Albariño besitzen eine besonders dicke Schale, die sie unempfindlicher gegen Pilzerkrankungen machen. Ein großer Vorteil in dem vergleichsweise feuchten Klima.

Gleichfalls auf diese Bedingungen eingestellt haben sich Rebsorten wie Arinto, Loureiro und Treixadura, die hauptsächlich in den DOP Galiziens eine wichtige Rolle spielen. Auch sie stehen für frische, schlanke Weine und finden oft mit dem Albariño in einer Cuvée zusammen. Bislang noch ein Geheimtipp aus dem Norden sind Weine aus der gleichfalls autochthonen Rebsorte Godello. Je nach Ausbau des Weins kommt ein Godello frisch und elegant daher oder empfiehlt sich mit etwas Schmelz und mehr Struktur.

Verdejo und Airén: Frische unter der Sonne

In anderen Anbaugebieten lautet die Herausforderung an Reben und Winzer genau gegensätzlich. Doch wer bereits Weine aus den Anbaugebieten Toro und Rueda im Glas hatte, sollte überzeugt sein: Auch die Weine aus den heißen Regionen streben nach Frische und liefern zudem noch intensive Frucht. Allen voran sind es die Rebsorten Verdejo und Airén, die diese Talente verkörpern. Dabei erinnert der Verdejo in seiner Aromatik an einen Sauvignon Blanc, mit dem er auch oft in Cuvées verbandelt wird. Schaut man zurück auf die vergangenen Jahre haben die Weine aus den DOP Toro und Rueda einen echten Lauf hingelegt. Als günstiger Underdog gestartet, schnell zum Geheimtipp avanciert, zählen sie mittlerweile zu den spanischen Spitzenreitern in Sachen Preis-Genussverhältnis.

Internationale Reben willkommen

Trotz der vielen autochthonen Rebsorten haben sich Spaniens Winzer und Genossenschaften nicht den internationalen Größen verschlossen. Vor allem Sauvignon Blanc und Chardonnay finden sich in den Weinbergen. Dabei werden die beiden nicht nur reinsortig ausgebaut. Vielmals vermählen die Weinmacher sie mit heimischen Reben und sorgen für mehr Vielschichtigkeit und Dichte, ohne an Frische einzubüßen. Beim Sauvignon Blanc scheint mit dem Verdejo der Traumpartner bereits ausgemacht. Der Chardonnay zeigt sich da vielfältiger und geht sowohl mit Macabeo alias Viura eine Cuvée ein, als auch mit den klassischen Reben für Sherry oder dem Garnacha Blanca. Das allein ist schon eine Verkostungsreise für sich.

Das Weinland Spanien lebt von der Vielzahl an heimischen und internationalen Rebsorten.

Weinmacher & Technik: alles neu

Die Vielfalt an Rebsorten und Regionen beschreibt also den ganz großen Heimvorteil der spanischen Weißweine. Zudem übrigens auch der hohe Anteil an biozertifizierten Weingütern zählt. Das allein erklärt nicht, warum die spanischen Weine in den vergangenen zwei, drei Jahrzehnten so sehr an Qualität gewonnen haben. Das hat auch eine technische Dimension. Die Ausstattung der Kellereien ist nicht selten auf dem neuesten Stand. Gerade der Ausbau in temperaturkontrollierten Edelstahltanks stellt die Lebendigkeit und Frische der Weißweine heraus. Hinzu kommen neue Methoden im Weinberg und bei der Lese, wenn diese in den kühlen Nachtstunden erfolgt, um die Trauben möglichst frisch in den Keller zu bekommen. Nicht zuletzt sind es aber die vielen neuen Winzerinnen und Winzer in allen Ecken des Weinlands, die den Siegeszug der Blancos vorangetrieben haben. Und es bis heute tun.

Auch in den heißen Regionen entstehen wunderbare Blancos.

Essen und Wein – por favor!

Die Spanier trinken ihren Wein gern zum Essen. Ein weiterer Fingerzeig auf die Attraktivität der Weißweine, auf ihre Frische, das riesige Aromaspektrum von tropisch bis zart und die große Vielfalt der Weinstile. Ob Meeresfrüchte, die nach den eleganten, zarten und lebendige Weinbegleiter aus dem atlantischen Norden verlangen oder herzhafte Tapas mit einem cremigen Chardonnay: spanischer Weißwein weiß die Antwort und es geht wie immer das Probieren über das Studieren. Das soll den Solo-Spaß natürlich nicht mindern, denn gerade an sonnigen, heißen Tagen sind die spanischen Weißweine ganz in ihrem Element. Dabei muten die niedrigen Alkoholgrade vieler spanischen Weißweine modern an, passen sie doch hervorragend zu einem sommerlich entspannten Zusammenkommen von Weinfreunden, bei denen der Genuss im Vordergrund steht.

Zu jedem Gericht, ob süß oder herzhaft, findet sich ein passender spanischer Weißwein.