Rioja aus Traditionshaus!

Tondonia »Viña Bosconia« Tinto
Reserva 2004

López de Heredia - Viña Tondonia
D.O. Ca. Rioja

Einzigartige Spezialitäten, die diese traditionsreiche Familienbodega erzeugt. Aristokratisch mit unglaublicher Finesse.

21,90 € Pro Flasche (0,75 l)
29,20 € /l
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Artikelnr.: 15962
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  • Alkoholgehalt in % Vol.

    13,5

    Inhalt

    0,75 l

    Geschmacksrichtung

    trocken

    Qualitätsstufe

    Reserva

    Lagerfähigkeit

    bis ca. Ende 2019

    Verschluss

    Naturkork

    Jahrgang

    2004

    Trinktemperatur

    16°-18°C

    Anbaugebiet

    D.O. Ca. Rioja

    Bodega / Hersteller

    López de Heredia - Viña Tondonia

    Abfüller

    López de Heredia - Viña Tondonia, Haro, Spanien

    Allergene

    Enthält Sulfite

    Rebsorten

    Tempranillo 80%, Garnacha 15%, Graciano 3%, Mazuelo 2%

    Tondonia »Viña Bosconia« Tinto

    Rioja aus Traditionshaus!

    Konsequent schwimmt diese Familien-Bodega gegen den Zeitgeist an. Ganz in der Tradition ihrer Väter und Großväter kultivieren María José, Julio César und Mercedes López de Heredia Weine, die eigenständig, rar und stilistisch unvergleichlich sind. Eine besondere Spezialität sind die lang gelagerten Reserva-Weine, wie dieser wunderbare Viña Bosconia 2004.

    Ein sehr eleganter Wein. Zeigt ein wunderbares Ziegelrot in der Robe. In der Nase präsentiert er sich mit Leder- und Tabaknoten, einer Vielfalt von Beerenaromen und komplexen, dichten Nuancen vom Fass-Ausbau. Am Gaumen sehr fein, mit aristokratischer Tannin-Architektur und feinstem, elegantem Weinsäuregefüge. Geradezu burgunderhaft filigran, das lange, sehr delikate Finale.

    Hat noch viel Zeit, um sich weiterzuentwickeln.

  • Anlass

    Essen

    Barriqueausbau

    amerikanische Eiche

    Barriqueausbau in Monaten

    60

    Speisetipp

    Wild

    Fruchtig

    Knupperkirsche

    Beerig

    Moosbeere (Cranberry), Wacholderbeere, schwarze Johannisbeere (Cassis)

    Rauchig

    Tabak

    Animalisch

    Leder
  • López de Heredia - Viña Tondonia

    Reisebericht von Marco Wengler, Mitarbeiter bei Wein & Vinos:

    »Der letzte Edelstein, der in der Rioja klassisch arbeitet.«

    Ich sitze an einem großen, stabilen, dunkelbraunen Holztisch in meiner Küche in Friedrichshain. An der weißen Wand, ein großartiges Schwarzweißposter. Alte Holzfässer, in mehreren Reihen übereinander gestapelt, stehen einen Gang bildend rechts und links Spalier. Sie sind die Mitwisser bei der Entstehung eines großen Namens: Viña Tondonia, dem Wein der traditionsreichsten und mit ältesten Bodega (seit 1877!) in der Rioja: López de Heredia.

    Ich selbst stand und lief staunend Anfang Februar diesen Jahres, mit meinen Wein & Vinos-Kollegen, in diesen feuchten und mit Spinnennetzen verhangenden Katakomben herum. »Dieses Mikroklima«, erklärte uns die Exportleiterin und unsere Durch-die-Bodega-Führerin Nadine, »sei notwendig. Die Spinnen bauen Netze um die Motten zu fangen, die sonst die Korken attackieren und zerfressen. Somit gelangt keine Luft in die Weinfässer und Flaschen, und der Wein kann ungestört reifen.« Das nenne ich wahre ökologische Arbeitsweise. Nadine repräsentiert als Exportleiterin die Bodega, die sich in der vierten Generation immer noch zu 100% in Familienbesitz befindet.

    Alle Fässer in denen die brillanten Weine von López de Heredia reifen, werden von Mario und seinem Team in der hauseigenen Küferei hergestellt. »Für ein 225l-Fass benötigen wir 14 Stunden«, erzählte uns Mario später selbst, als wir in der warmen, nach sanft gebranntem Holz riechenden Küferei standen. Nadine übersetzte weiter: »Und wir verarbeiten vorwiegend amerikanische Eiche, das verleiht den Weinen mehr Intensität.«

    Wieder auf dem Weg in die heiligen Hallen der stillen Weinkunstbereitung, erzählte uns Nadine, dass zirka 13.000 Fässer - von der herrlichen Crianza bis hin zur international berühmten Gran Reserva - in den uralten Kellergewölben lagern. »Die Weine«, erklärte sie, »werden alle sechs Monate von Fass zu Fass umgefüllt, dadurch erreicht man eine natürliche Reinigung.« Nadine öffnete am Ende einer der unterirdischen in den Fels gemeißelten Gänge eine große, schwere Tür. Helligkeit und frische Luft breiteten ihre Arme aus. Wir traten raus und ich roch Wasser. Unter uns der ruhig, vor sich hin summende Fluss Ebro, vor uns die malerischen, noch schlafenden Weinberge von López de Heredia.

    170 Hektar stehen unter Reben, davon sind 100 Hektar der Weinberg Tondonia, die restlichen Hektar teilen sich die Weinberge Cubillo, Graviona und Bosconia.

    Was mir sehr gefiel, López de Heredia arbeitet mit alten Weinpressen und riesigen Gärbottichen aus Holz. Nadines weitere Lieblingswörter, wenn sie über die Bodega sprach, waren: Geduld, langsamer Prozess, über 80 Jahre alte Reben, keine künstliche Beschleunigung, naturlicher Rhythmus, Handarbeit, und vor allem ... Herz!

    Und diese Liebe zu der Kunst große, faszinierende Weine zu kreieren, spürt man in allen Weinen von López de Heredia. Ich will sie ich nicht erklären, man muss sie erkosten!

    So erhebe ich mein Glas, in ihm ein gut gekühlter Viña Tondonia Rosado Gran Reserva 1998, der wohl einzige Rosé auf der Welt, der 48 Monate im Eichenfass reift. Gracias a Viña Tondonia für diesen einzigartigen Genuss (und für das Schwarzweißposter in meiner Küche) ... und: ¡Salud!

  • D.O. Ca. Rioja



    Die D.O. Ca. Rioja - nach wie vor das berühmteste Anbaugebiet Spaniens - liegt im Ebrobecken im Norden der Iberischen Halbinsel und erstreckt sich von der Sierra de Cantabria im Norden, bis zur Sierra de la Demanda im Süden. Weinbau findet man in den Provinzen La Rioja, Navarra und im Baskenland. Im Westen ist es von Haro begrenzt, im Osten von Alfaro. Die Rioja teilt sich in drei Unterregionen: Rioja Alta, Rioja Alavesa, und Rioja Baja. Nachdem jüngere D.O.Ps., insbesondere die D.O.P. Ribera del Duero und die D.O. Ca. Priorat, der Rioja fast den Rang abgelaufen hatten, hat eine beispiellose Qualitätsoffensive der Region ihre alte Vorherrschaft zurückgebracht. Dabei ist eine große stilistische Vielfalt entstanden. Supermoderne, hochkonzentrierte Blockbuster-Weine stehen klassischen, lang gereiften Gran Reservas im alten Stil gegenüber. Beides hat seine Berechtigung und dem Weinliebhaber kann es nur Recht sein, wenn sich die Winzer zu immer neuen Anstrengungen herausfordern. Auch die Rioja bleibt Rotwein-Land und Tempranillo ist der Leithammel unter den Rebsorten. Man sollte gleichwohl weder die süffigen Rosé verpassen, noch den ein oder anderen originellen Weißwein.
    Böden:
    Drei unterschiedliche Böden findet man in der Rioja. Kalkhaltige Böden mit Ton vermischt kommen vor allem in der Rioja Alavesa und in Teilen der Rioja Alta vor. Im ganzen Anbaugebiet findet man eisenhaltige Tonerde und an den Flüssen dominiert Schwemmland, das mit Kieselgeröll durchsetzt ist.
    Klima:
    Atlantisches Klima sorgt in der Rioja Alta für warme Tage und kühle Nächte. Die Rioja Alavesa hat neben dem Atlantik auch schon Einflüsse vom Mittelmeer, während die Rioja Baja ganz unter das mediterrane Klima fällt.

    Wichtigste Rebsorten:
    Rot: Tempranillo, Garnacha, Graciano, Mazuelo.
    (Seit 2007 auch Maturana tinta, Maturana parda, Monastell)
    Weiß: Viura, Malvasiá, Garnacha Blanca.
    (Seit 2007 auch Maturana blanca, Tempranillo blanco, Turruntés, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Verdejo)

    Beste Weine:
    Die Rioja bietet eine Fülle großartiger Kreszenzen. Schon ein »Vino Joven« eines guten Erzeugers (Beispielsweise Valdelana Tinto Joven) ist ein ehrlicher Wein für jeden Tag, der große Trinkfreude macht. Die Weine mit Crianza (Erläuterungen zu den Qualitätsstufen finden Sie weiter unten) gehören nach wie vor zu den preiswertesten fassgereiften Weinen auf dem Markt.(Beispielsweise Tobia Crianza). Bei den Reserva-Weinen balgen sich die Traditionalisten (Beispielsweise Campillo Gran Reserva ) und Modernisten (Beispielsweise Finca de Ganuza) um die Vorherrschaft. Beide Stile haben ihren Charme. Bei der Gran Reserva dagegen ist der alte fassbetonte Stil immer noch dominierend. (Beispielsweise Marqués de Vitoria Gran Reserva). Die Elite-Liga im Rioja geht verschiedene Wege. Vielfach verzichtet man ganz darauf, eine Qualitätsstufe anzugeben (Beispielsweise Aurus Finca Allende) oder bleibt bei der Kategorie Reserva (Beispielsweise Roda I). Eins jedoch lässt sich zusammenfassen: Noch nie in der Geschichte waren die Weine der D.O. Ca. Rioja so gut wie zurzeit.

    Beste Erzeuger:
    Bodegas Vinicola Real, Bodegas La Rioja Alta, Bodegas Abel Mendoza, Bodegas Valdelana, Bodegas Breton, Bodegas Finca Allende, Bodegas Tobia, Bodegas Telmo Rodríguez, Bodegas Sierra Cantabria, Bodegas Olarra, Bodegas Marqués, Bodegas Baron de Ley de Riscal, Bodegas Campillo, Bodegas Altanza, Bodegas Marqués de Murrieta, Bodegas Roda, Bodegas Martinez Bujanda, Bodegas Vinedos del Contino, Bodegas El Coto, Bodegas Lan, Bodegas C.V.N.E., Bodegas El Meson, Bodegas Cosecheros Alaveses, Bodegas Finca Valpiedra, Bodegas Remírez de Ganuza, Bodegas Palacio, Bodegas Abel Mendoza, Bodegas Benjamin Romeo, Bodegas Bilbainas, Bodegas Lan, Bodegas Luis Cañas, Bodegas Marqués de Caceres, Bodegas Marqués de Griñón, Bodegas Marqués de Vargas, Bodegas Marqués de Vitoria, Bodegas Riojanas, Bodegas Muga, Bodegas Sra. de Remelluri, Bodegas Señorio San Vicente, Bodegas Valdelana, Bodegas López de Heredia, Bodegas Izadi.

    Die Qualitätsstufen der D.O. Ca.Rioja:

    Tinto Joven:
    Alle Rotweine ohne Holzfass oder kürzer als 12 Monate im Holzfass ausgebaut wurden.

    Crianza:
    Alle Rotweine, die mindestens 2 Jahre ausgebaut werden, davon 12 Monate im Barrique. Rosé- und Weißweine müssen nur 6 Monate im Fass gewesen sein.

    Reserva:
    Alle Rotweine die mindestens 36 Monate ausgebaut wurden. Davon mindestens 12 Monate in Barrique. Weißweine brauchen 6 Monate Fass-und 6 Monate Flaschen-Reife, bevor sie sich Reserva nennen dürfen.

    Gran Reserva:
    Alle Rotweine, die 60 Monate gereift sind, davon mindestens 24 Monate im Barrique und dann 36 Monate in der Flasche.

  • Durchschnittliche Kundenbewertung

    1 Kundenrezension(en)

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    • Ein Gedicht

      von
      aus Unterhaching

      Ich muss hier mal eine Lanze brechen für diesen Wein. Alles ist hier im Gleichgewicht, Säure/Süße, kein Aroma überdeckt, nichts ist vordergründig. Und was für Aromen. Gewürze, Honig, Datteln, Tabak und und und. Seidig, immer elegant, aber sehr, sehr nachhaltig. Ein Allrounder bei Tisch, für sich allein ein Gedicht.
      Wers mag ...

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